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Spitzenkampf und alte Liebe

Geschrieben am 28. Oktober 2026 von Roman Geissmann

Bericht: Fäbe / Seibi (aka Mini-Game-Loser) – merci boys

 

Am 25. Oktober fand in Schötz die dritte Meisterschaftsrunde in der 2. Liga auf dem Programm. Im ersten Nachmittagsspiel stand für die einmal mehr ausgeschlafenen Furttaler gleich der nächste Spitzenkampf auf dem Programm. Der UHCWR traf auf den TV Schötz, der vor heimischem Publikum antreten durfte.

Was ich vorab schon sagen kann: Es war ein geiles Spiel! Für die Spieler auf dem Rasen genauso wie für die Zuschauer auf den Rängen. Die Partie erinnerte stark an die Duelle gegen die Penguins aus Niederwil: enorm hohes Tempo, faire, aber hart geführte Zweikämpfe und zwei Mannschaften, die alles hineinwarfen, was sie hatten. Es roch nach Derby, es fühlte sich nach Derby an – und es wurde ein echter Spitzenkampf!

Nach den ersten zehn Minuten stand es 1:0 für Rägi. Unser Captain eröffnete das Score und gab damit den Startschuss für einen offenen Schlagabtausch. Die Schötzer drehten die Partie, doch die Furttaler liessen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Unbeirrt spielten sie weiter und belohnten sich für ihren Einsatz. So ging Rägi mit einer knappen 4:3-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter. Hohes Tempo, intensive Zweikämpfe und Chancen auf beiden Seiten. Dann fiel der Ausgleich für Schötz – die Halle tobte!

Und als wäre das nicht schon genug Spannung gewesen, kassierten die Furttaler kurz darauf eine Strafe. Schon wieder eine Strafe in einem Spitzenspiel! Ein kurzer Rückblick auf die Partie gegen Lengnau genügte, um die Alarmglocken läuten zu lassen. Damals hatten die Strafen den Furttalern das Spiel gekostet. Würde die Unterzahl erneut zum Knackpunkt werden?

Die Boxplay-Spezialisten betraten den Rasen, und ihre Aura war in der ganzen Halle zu spüren! Sie bewegten sich flink, standen perfekt in den Pass- und Schusswegen und suchten ihre Zweikämpfe genau dort, wo es die Situation verlangte. Mit geschickten Wechseln nahmen sie wertvolle Sekunden von der Uhr. Die Schötzer fanden kaum einen Weg durch die kompakte Defensive. Rägi überstand die Unterzahl, ohne wirklich gefährliche Situationen zuzulassen.

Grande, Boys!

Kurz darauf schlugen die Furttaler zu: Mathis und Seibold verwerteten zwei Abstauber und bauten die Führung aus. Erstmals in dieser Partie lag Rägi mit zwei Toren vorne. Ein wichtiger Moment in einem Spiel, in dem sich bis dahin keine Mannschaft entscheidend hatte absetzen können.

Dieser Vorsprung hielt bis kurz vor Schluss. Doch bevor es in die heisse Schlussphase ging, gab es noch die Szene des Tages. Der gegnerische Goalie pflückte einen direkten Abschluss unseres Captains mit beeindruckender Leichtigkeit aus der Luft. Eine Glanzparade, die sich sehen lassen konnte. Doch was der eine kann, kann auch Trisi «The Wall» Dürig! Im direkten Gegenzug kamen die Schötzer zum Abschluss. Trisi machte es seinem Gegenüber gleich und entschärfte den Versuch ebenfalls souverän. Die Bank jubelte, und in der Halle nickten die Zuschauer anerkennend. Zwei Goalies, zwei Glanzparaden und ein Moment, der zeigte, dass Spitzenkämpfe auch auf dieser Position entschieden werden können.

Wir steuerten dem Ende der Partie entgegen, als Schötz nach einem Freistoss den Anschlusstreffer erzielte. Noch knapp eine Minute zu spielen – und plötzlich war die Spannung wieder auf dem Siedepunkt.

Auf beiden Seiten brach Hektik aus. Rägi schaffte es nicht mehr, die nötige Ruhe ins Spiel zu bringen, und auch beim Umgang mit der verbleibenden Zeit schien der eine oder andere Spieler kurz den Überblick verloren zu haben.

Knapp zehn Sekunden vor Schluss erkämpften sich die Furttaler den Ball. Doch statt die Situation clever auszuspielen, spielten sie ihn leichtfertig in die Arme des gegnerischen Torhüters. Dieser leitete sofort den letzten Angriff ein. Und plötzlich wurde es nochmals brandgefährlich! Ein Abschluss, ein Ablenker – und die Schötzer witterten ihre letzte Chance. Doch gemeinsam schafften es Mathis und Dürig, die Situation in letzter Sekunde zu bereinigen.

Dann endlich: SCHLUSSPFIFF!

Sieg für Rägi! Und mit diesem hart erkämpften Erfolg verteidigten die Furttaler die Tabellenspitze.

Fazit: Ein Sieg, der alles abverlangte
Dieses Spiel hatte alles, was einen Spitzenkampf ausmacht: Tempo, Leidenschaft, spektakuläre Paraden, wichtige Tore und eine Schlussphase, in der die Nerven auf die Probe gestellt wurden.

Die Furttaler bewiesen, dass sie auch unter Druck bestehen können. Besonders das überstandene Boxplay und der gemeinsame Kampf in den letzten Sekunden waren entscheidend. Natürlich gibt es Dinge, die man künftig cleverer lösen muss – gerade wenn es darum geht, eine Führung in der Schlussphase über die Zeit zu bringen. Doch am Ende zählt der Sieg. Und manchmal muss man sich die zwei Punkte eben nicht nur erspielen, sondern bis zur letzten Sekunde erkämpfen.

 

Alte Liebe rostet nicht

Der Sonntag war zu diesem Zeitpunkt aber noch keineswegs vorbei. Mit dem STV Spreitenbach wartete nämlich noch ein altbekannter Gegner aus den alten, glorreichen 1.-Liga-Zeiten.

Doch nicht nur die gemeinsame Vergangenheit in der 1. Liga verbindet unsere beiden Vereine. Seit drei Jahren ist das ehemalige 1.-Liga- und «Spreiti»-Urgestein Roman «Coachme», «GOATme» Geissmann #67 ein Teil von Rägi. Bisher als Spieler und seit dieser Saison bekanntermassen als Headcoach tätig, meistens hektisch gestikulierend an der Seitenlinie.

Und eben dieser Coachme appellierte in der Pause daran, die Gemüter zu beruhigen und ein wenig herunterzufahren, damit man konzentriert ins zweite Spiel starten konnte.

Dazu eignete sich der Livestream der Herren 3 (5. Liga) gegen emotion Weinfelden ideal. Diesem Tempo konnte man schön folgen und sich die eine oder andere taktische Herangehensweise abspeichern (vielleicht auch etwas für das nächste Playbook). Das Spiel war aber tatsächlich spannend, zum Glück konnten sie die Partie am Ende dank eines Gamewinners unseres Präsidenten FVA mit 3:2 für sich entscheiden.

Aber ich schweife ab.

Die Pause war gerade lange genug, um den Puls wieder herunterzubringen. In der Kabine stellte uns der Coach mit einer Mikel-Arteta-mässigen Ansprache (spanischer Fussballcoach) auf die Partie ein.

Diese Ansprache zeigte nach zehn Minuten ihre Wirkung. Mit einer sauber zu Ende gespielten Variante eröffnete man das Scoring. Bis zur Pause konnte man sich einen komfortablen 5:0-Vorsprung herausspielen.

Auch nach dem Seitenwechsel liess man keinesfalls locker, ein wichtiger Entwicklungsschritt, und performte munter weiter. Spreiti drückte mit vier Spielern nach vorne, und so gelang ihnen nach 37 Minuten und 54 Sekunden doch noch der Ehrentreffer.

Rägi selbst nahm danach ebenfalls noch den Torhüter raus, um das Spiel kontrolliert zu Ende zu bringen.

Beim Schlusspfiff stand ein Score von 9:1 auf der Anzeigetafel, was eine kontrollierte und spielfreudige Leistung widerspiegelte.

Zum zweiten Mal in dieser Saison fährt man mit vier Punkten an einem Sonntagabend nach Hause. Die Leistungen stimmen. Das Ziel ist klar. Harte Arbeit und Fokus werden wöchentlich gefordert. Das Team gibt alles und bleibt dran.

Am 15.11. in Grosswangen steht der nächste Härtetest an.

In Jugendsprache: «Gute, gute, mir gönd dri!»

Zämä
87 & 58

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