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Den Schweizermeister ein klein wenig geärgert

Geschrieben am 7. September 2026 von Roman Geissmann

Es war angerichtet für einen schönen Cupfight im Wisacher: Der UHC WR traf als Aussenseiter im Cup 1/32-Final auf den Schweizermeister aus Gossau. Seit Wochen hatte man sich auf dieses Spiel eingeschworen, weil man auch ein wenig zeigen wollte: Wir sind noch da. Wir sind noch konkurrenzfähig. Denn die kommende Saison wird spannend, ja herausfordernd: man wird plötzlich nicht mehr Aussenseiter sein. Die neuen Ligakonkurrenten wollen uns alle ans Bein pinkeln. Darauf müssen wir uns einstellen. Mit einem Sieg gegen Gossau wäre man natürlich mit breiter Brust in die Meisterschaft gestartet. Doch daraus wurde leider nix: Rägi bot dem Favoriten über weite Strecken heroisch die Stirn, ging aber als zweiter Sieger vom Platz. Viel fehlte an diesem Tag nicht – doch es fehlte halt doch ein klein wenig was.

Das erste Drittel darf ohne Zweifel als ausgeglichen bezeichnet werden. Einzig in der Chancenauswertung zeigte sich der Favorit besser und führte zur Pause mit 7:4. Dank eines Geniestreichs unseres Torhüters – Spiel schnell gemacht und Assist in letzter Sekunde vor dem Pausenpfiff – waren wir immerhin noch dran. Das zweite Drittel war das schlechteste von Rägi. Man haderte mit sich und dem Schiedsrichter, angestachelt von den Reklamierweltmeistern aus Gossau (die hätten das gar nicht nötig). Rägi kämpfte, doch man musste einsehen, dass Gossau ein paar Spieler mit richtig viel Klasse in seinen Reihen wusste. Zur zweiten Pause stand es bereits 12:6, Gossau hatte die Kadenz erhöht und die Hypothek hatte sich nun also verdoppelt.

Segel streichen? Dem alten Sack und den Nachwuchscracks noch ein paar Minuten geben? Etwas Resultatkosmetik betreiben? Einwärmen für die lange Nacht in Zürich? Ein paar Moves für die Galerie? Mitnichten! Der UHC WR im neuen Gewand wäre nicht der UHC WR im neuen Gewand, wenn er sich einfach so gehen lassen würde. Das 4vs3 wurde konsequent aufgezogen und Rägi kämpfe sich –  allerdings mit etwas Hilfe des nun abbauenden und weiterhin fleissig reklamierenden Gegners – nochmals heran. Dank ein, zwei schön herausgespielten Toren, einem grossen Kämpferherzen sowie eines herrlichen Penaltytreffers unseres Lieblingskämifegers kamen wir wieder auf vier Tore heran. Nicht zuletzt auch, weil Trisi hinten einige mirakulöse Saves auspackte. Die Hypothek war dann aber letztlich doch zu gross. Gossau machte mit Empty Nettern den Sack zu. Shit happens. Endstand: 12:18 aus Sicht des Heimteams. Rägi – 2025 noch stolzer Halbfinalist – ist out aus dem Ligacup. Schwamm drüber. Die Leistung war über weite Strecken vielversprechend. Genau daran gilt es anzuknüpfen, wenn es am 13. September im Ligabetrieb losgeht. Die Vorfreude auf die neue Saison, das neue Abenteuer, ist riesig. Packen wir es an!

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