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«It was a hell of a ride»

Geschrieben am 19. April 2026 von Daniel Seibold

Der UHC WR steigt nach 12 Saisons in der 1. Liga in die zweite Liga ab. Eine Einordnung der Playoutserie und ein Recap der letzten 12 Jahre. We’ll be back!

Bericht von: Hulliger/Geissmann

Nachdem Spiel 1 der Playouts (wir kommen später nochmals darauf zurück) in der Verlängerung verloren ging, ging der UHC WR mit dem Rücken zur Wand ins Entscheidungswochenende. Am Samstag vor heimischer Kulisse in der Pemo Arena war man von Beginn weg hellwach. Rägi überzeugte mit seinem Laufspiel und konnte sich ein kleines Polster erarbeiten (4:1 zur Pause, 5:1 kurz danach). Der Capitano ging voran und traf gleich zweimal. Von den Traktoren kam nicht allzu viel. Rägi schien das Spiel im Griff zu haben. Auch das 5:2 beantworteten die Zürcher mit einem feinen Tor durch Routinier Spillmann (Bügel gsuecht, Bügel gfunde). Beide Teams trafen noch je einmal, womit es mit einem 7:3 für Rägi ins Schlussdrittel ging. Ich möchte nur noch kurz auf die Rettungstat von #67 Sekunden vor der Pause hinweisen: der Sprint seines Lebens. Besser wird’s nicht mehr. Extrameile! Und somit wie gesagt 4 Tore Vorsprung zur zweiten Pause.

Diese Butter wollte man sich nicht mehr vom Brot nehmen lassen (wieso sagt man das eigentlich? Wer klaut jemandem nur die Butter, aber nicht das Brot?). Item. Den 7:4-Anschluss der nun stärker werdenden Gäste beantwortete der MVP/Fischer des Tages (Insider), Pipo Lätsch, mit dem 8:4. Mist geführt? Mitnichten. Rägi lud den Gegner geradezu ein, es doch bitte nochmals spannend zu machen. Man ging wieder anstechen, liess sich überlaufen oder vergass mal eben den freien Mann im Slot. Und schon stand es 8:7, mit noch 10 Min. zu spielen. Im Kleinfeldunihockey kann es so verdammt schnell gehen – das macht es doch auch geil! Man muss den Traktoren einfach auch mal lassen, wie verdammt gut sie darin waren, die Fehler von Rägi in den wichtigen Momenten zu bestrafen. Tammi. Es war aber wiederum Pipo Lätsch, der mit dem 9:7 etwas Ruhe reinbrachte (nach toller Vorarbeit von Nervensäge Hänni). Die Traktoren rannten nun an, doch Rägi verteidigte leidenschaftlich und konnte sich im Notfall auf einen stark aufspielenden Tobi Reusser verlassen! Nur ein Gegentor liess man noch zu, ehe kurz vor der Sirene erneut Pipo Lätsch das Stängeli und die Entscheidung besorgte (auf allerdings äusserst kuriose Art und Weise). Der Sieg war im Trockenen und die Serie ausgeglichen. Ein riesiges Danke an alle Helfer und an alle, die uns in Buchs unterstützt haben!

Entscheidungsspiel: Steigerungslauf …in die falsche Richtung

24 Stunden später trafen also Traktor Buchberg-Rüdlingen und der UHC WR erneut aufeinander. Spiel 3 musste die Entscheidung darüber bringen, wer sich nächstes Jahr mit den Besten der Schweiz messen darf. Sollte Rägi auch seine vierte Playoutserie siegreicht gestalten? Es schien alles darauf hinzudeuten, zumindest im ersten Drittel. Rägi war die bessere Mannschaft, von Anfang an präsent und vif und schenkte den Traktoren drei Tore ein (es hätten noch mehr sein müssen). Hinten hielt Kübler dicht und liess nur ein Gegentor zu – bis ganz kurz vor der Pause. Da kamen die Traktoren noch zu einem Würgtor (so steigt man halt auf). Eifach öppis. Nun denn, Mund abwischen und weiter machen. Doch irgendwie kam der UHCWR-Motor ins Stocken. Rägi blieb zwar vorerst spielbestimmend, aber überhaupt nicht mehr zwingend. Wie in Spiel 1: man schaffte es nicht, entscheidend davon zu ziehen… Und dann kam der Knackpunkt des Spiels, ja der Serie. Eine 2-Min-Strafe (nein, hier folgt kein Schiedsrichterbashing, auch wenn die Strafe ein absoluter Witz war) brachte Rägi komplett aus dem Konzept. Es darf schlicht nicht sein, dass sich ein Erstligist nach 12 Jahren 1. Liga durch eine einzige, ungerechtfertigte Strafe derart aus dem Konzept bringen lässt. Das Boxplay performte zwar, wie schon die ganze Serie über, musste aber kurz vor Ende der Strafe doch noch den Gegentreffer zulassen. Dass dabei einer traf, der wegen einer Tätlichkeit tags zuvor gar nicht hätte spielen sollen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Zum Glück für einige von uns kann auch der beste Unparteiische unmöglich alles sehen. Trotzdem: toll herausgespieltes Powerplaytor. Kompliment. Und Rägi verlor nun komplett den Faden. Von der Bank kam wenig und die Mannen auf dem Rasen standen sprichwörtlich und teilweise sogar tatsächlich (Geissmann wurde im Zweikampf der Schuh ausgezogen) neben den Schuhen. Die Traktoren müssen sich gedacht haben: «Wenn ihr nicht wollt, dann nehmen wir halt den Platz in der 1. Liga.» Ziemlich einfach kamen sie zu weiteren Toren und führten zur zweiten Pause plötzlich – und absolut verdient – mit 8:4. Die Pause kam gerade rechtzeitig, um sich nochmals neu zu sortieren. Die Coaches entschieden sich für den «Rumble-in-the-Jungle»-Block Seibold/Alfeld/Hulliger, der im Training zu überzeugen gewusst hatte. Der Coach himself wollte unbedingt mithelfen, den Ligaerhalt noch zu sichern – und er lieferte ab. Dieser Linie war es zu verdanken, dass Rägi im Spiel blieb. Sie brachte Energie rein und endlich kam auch wieder Energie von der Bank. Der Glaube war da. Doch es fehlte die Effizienz. Nur ein Törchen resultierte aus der Druckphase von Rägi, man kassierte aber deren zwei. Jeder noch so schlechte Buchhalter weiss, dass dies eine echt miese Bilanz ist. Nun denn, das 4vs3 sollte es richten. Doch dieses war schon die ganze Saison über – nennen wir das Kind beim Namen – grottenschlecht. Und so war es das auch heute. Rägi kam zwar schon zu Chancen, scheiterte aber entweder an der Torumrandung (davon konnten aber auch die Traktoren ein Liedchen singen, sie hatten gefühlt 10 Lattenschüsse heute), an sich selbst (Ziel verfehlt) oder am gegnerischen Torwart. Wobei man es diesem auch einfach machte (zu unplatzierte Abschlüsse). Immerhin: Spillmann hatte noch ein Schmankerl im petto, mit einem geilen Move und satten Abschluss brachte er Rägi nochmals aufs Scoreboard. Das 10:6. Doch es war zu spät. Es wollte nicht mehr sein. Man rannte an, klar, man kämpfte, klar, aber irgendwie… war die Luft draussen. Es war an diesem Tag ein Steigerungslauf in die falsche Richtung. Starkes erstes Drittel, und dann je länger, je schwächer, je ausdrucksleerer, je verzweifelter. Der UHC WR muss sich in dieser Best-of-3-Serie den Traktoren mit 1:2 geschlagen geben. Rückblickend lässt sich festhalten: Rägi hätte Spiel 1 für sich entscheiden müssen. Dort war man das leicht bessere Team, schaffte es aber nie, entscheidend davon zu ziehen und wurde am Schluss in der Verlängerung bitter bestraft.

Gratulation an Buchberg-Rüdlingen zum Aufstieg in die 1. Liga KF und viel Spass, geniesst es, solange ihr könnt. War ein geiler Fight, merci!

Der UHC WR steigt in die 2. Liga ab. Fuck, ist das bitter. Aber es ist eine logische Folge einer harzigen Saison. Viele Probleme sind im mentalen Bereich zu eruieren. Da half auch die (oberflächliche) Zusammenarbeit im Frühsommer mit einem Mentalcoach nur wenig. Das war ein wichtiges Element, eine super Idee, aber es fruchtete irgendwie nicht. Weshalb nicht? Keine Ahnung! Der Coach hat wohl die falschen Knöpfe für diese Truppe gedrückt. Darüber hinaus war Rägi über die ganze Saison und insbesondere in den Playouts einfach viel zu ineffizient. Und wer wenig Tore schiesst, sollte zumindest noch weniger zulassen. Doch auch defensiv «verhebte» man selten bis nie. Und das ist überhaupt nicht die Schuld der beiden jungen Torhüter. Zu guter Letzt muss sicher auch gesagt sein, dass zwar jedes Team über Absenzen klagt, bei Rägi es aber für einmal wohl wirklich zu viele waren. In den Playouts fehlten fast zwei komplette Blöcke an Leuten, teils Leistungsträgern, wegen Verletzungen oder Weltreisen. Das soll keine Ausrede sein, aber es ist halt eben doch ein Mitgrund, ein Element. Und doch, verflucht, es ist auch eine willkommene Ausrede höhö. Chömed zrug, tammi!

Nun denn. Zum ersten Mal seit 2014 heisst es ab September wieder 2. Liga KF. Immerhin durfte am Sonntagabend doch noch ein wenig gejubelt werden: Das Herren 2 schafft den Ligaerhalt in der 3. Liga. Und wie, mit einer Message! Well done, Boys.
Auch mehr als erwähnenswert ist, dass sowohl die A-, wie auch die B- und C-Junioren je ein Team zur Finalrunde schicken dürfen. Ein riesiges Kompliment an die Nachwuchsarbeit (Trainer, Vorstand) in diesem Verein. So geil! Holät dä Chübel, Jungs! Einige A-Junioren spielen ja bereits fix im Herren 1 und machen ihren Job wirklich hervorragend. Wiiter so, Buebe!

Umso mehr muss es Ansporn fürs Fanionteam sein, sich zu stabilisieren und den Wiederaufstieg anzustreben, sobald die Zeit reif dafür ist. «We’ll be back!»

Immerhin: für einmal ziehen wir gleich mit Cazis, wir verabschieden uns gleichzeitig aus der 1. Liga. War ‘ne schöne Zeit mit coolen Matches und tollen Erfahrungen. Es ist und bleibt das Geilste für jeden ambitionierten Sportler, sich mit den Besten des Landes zu messen. Ist einfach so. Und das haben wir getan. Mal besser, mal schlechter. Und haben dabei viel dazu gelernt. Oder wie es unser Capitano an die Mannschaft richtete: «It was a hell of a ride!»

Danke an alle, die diese Geschichte mitgeprägt haben. Marcus Hulliger hat noch versucht, die Historie ein wenig aufzurollen. Holt die Taschentücher hervor! Auf geht’s.

Für alle Nostalgiker fasse ich die letzten 12 Jahre in der 1. Liga KF nochmals zusammen:

1. Saison 2014 / 2015

Als Drittplatzierter der 2. Liga KF kommt der UHC WR im Frühling 2014 zum Handkuss und darf in die höchste Liga aufsteigen. Die Mannschaft erlebt gleichzeitig einen grossen Umbruch. Altersdurchschnitt des damaligen Teams bei rund 21 Jahren! Damals noch ohne «Rettungsschirm» Auf-/ Abstiegspiele, musste der UHC WR in der letzten Meisterschaftsrunde 2 Siege einfahren. Im ersten Spiel souverän, im zweiten Spiel gegen Bäretswil mit 2:5 hinten und nur noch wenige Minuten zu spielen! Innert 26 Sekunden schoss man 4 Tore und sicherte den Ligaerhalt. Dieses Spiel ging als Wunder von Aarburg in die Geschichtsbücher ein. #twentyfckingsix

2. Saison 2015 / 2016

Eine akzeptable zweite Saison in der höchsten Liga, die man auf Platz 7 beendete. In Erinnerung bleibt die krasse Cup-Niederlage gegen den damals dominierenden UHC Kappelen, gegen den man 8:35 verlor.

3. Saison 2016 / 2017

Endlich ein Trainer an der Bande! Mit Stefan von Allmen als Head Coach beendete man die Saison zwar wieder auf dem 7. Platz, dafür mit 5 Siegen – die bis dato beste Bilanz. Unvergessen den hart erkämpften Punkt gegen den UHCevi Gossau (3:3), für den Torhüter Timon Volkart eine geniale Leistung zeigte.

4. Saison 2017 / 2018

Kann man darüber schreiben, möchte man eigentlich aber nicht, denn es war eine Saison zum Vergessen. Für den Liga Cup nicht rechtzeitig angemeldet, nur 1 Sieg in der ganzen Saison und der Topscorer Kristian Grill versuchte sich auf dem Grossfeld. Die Spieler erinnern sich bestimmt noch an das letzte Spiel gegen den UHC T.S. Unterkulm (Endstand 6:7), zu dem ich aus rechtlichen Gründen nicht näher darauf eingehe. (Insider)

Erstmals bestritt man eine Playout-Serie, die man gegen den Unihockey TV Grosswangen ausgetragen hat. Der erste Sieg souverän, der zweite in der heimischen Halle knapp gewonnen. Dominik Dreher netzt in den letzten 7 Sekunden genial ein und sichert den Ligaerhalt.

5. Saison 2018 / 2019

Wieder keine gute Saison. Nur 2 Saisonsiege. Playouts gegen den UHC Flyers Widnau.

Im ersten Drittel des ersten Spiels führte man bereits 12:1 und dachte, das werde ein Selbstläufer. Es ging dann aber trotzdem bis ins Spiel 3, in dem man dann aber versöhnlich den Sack zumachen konnte und eine weitere Saison in der 1. Liga verweilte. Das berüchtigte Duo Grill-Schibli erzielte in dieser Play Out Serie ganze 51 (!) Skorerpunkte!

6. Saison 2019 / 2020

Anschnallen. Wir beginnen mit personellen Veränderungen: Janis Marty und Mühlebach, sowie der Bündner Kevin H. ergänzen das Herren 1. Marcus Hulliger pausiert für eine Saison, begleitet aber das Team regelmässig von der Zuschauertribüne aus. Auch hier gehen wir nicht detaillierter darauf ein. (Insider, sorry)

Turnierübergreifend hat das Team 8 Siege hintereinander einfahren können. Der Knopf schien sich gelöst zu haben. Die Defensivarbeit zahlt sich aus! Im Cup Sechzehntelfinal gegen die Rivier Raptors in Vevey punktet der Block 1 Grill-Schibli-Spillmann im Alleingang. Die anderen Blöcke hielten hinten dicht. Der Fan-Block damals absoluter Stimmungsmacher.

Den letzten Sieg dieses starken Laufs holte man gegen den UHC Löwen Bürglen im Cup Achtelfinal.

Im November dann der Cup Viertelfinal auswärts gegen Floorball Köniz, den man mit 13:11 für sich entschied! Absolute Ekstase! In der regulären Meisterschaft immer noch solid am Punkte sammeln. Das Wort „Playoffs“ wurde bewusst nicht angesprochen, um den Fokus hochzuhalten.

Cup-HALBFINAL gegen den UHC Kappelen. Ein absolut legendäres Spiel, für den man sogar einen Car organisiert hat. Unter den Zuschauern ein damals 12-jähriger ‚Birthday-Boy‘ Tristan Dürig, der heute fürs H1 zwischen den Pfosten steht. Crazy! Bis auf den Einbruch im zweiten Drittel ein Spiel auf absoluter Augenhöhe. Aus der Traum vom Wankdorf, aber weiter Fokus auf die Meisterschaft!

März. Der UHC WR qualifiziert sich mit dem Unentschieden gegen Blau Gelb Cazis erstmals für die Playoffs! Der Gegner? Natürlich der UHC Kappelen.

08.03.2020 – Das Spiel geht 6:9 verloren. Ein gutes Spiel.

16.03.2020 – Lockdown. Corona. Alles wird abgesagt. Sch*isse…

7. Saison 2020/2021

Der Spielbetrieb wurde wieder aufgenommen, doch nur bis Mitte Oktober. Danach ging’s wieder in den Lockdown.

8. Saison 2021 / 2022

Das Herren 1 greift wieder an und startet mit 3 Siegen in den ersten 4 Spielen.

Januar 2022 – wieder ein Lockdown! Die letzte Meisterschaftsrunde am 13. Februar wird dann aber wieder ausgetragen. Ich, der Schreiber, bin mir nicht mehr sicher, wie die damalige Ausgangslage war, aber es ging um die Sicherung der Play Off Plätze. Auf alle Fälle kam der erneute Saisonunterbruch der Mannschaft nicht gut und man verlor zwei Mal. Folglich ging es eben nicht in die Playoffs. Schade.

Covid hat die sportliche Blütezeit des Herren 1 unter der Führung von Fabian von Allmen vermeintlich ausgebremst. Alles hat im Kader damals gepasst, sei es konditionell oder mental. „Hätte hätte Fahrradkette.“

9. Saison 2022 / 2023

Führungsspieler Daniel Seibold ist auf Grund einer Knieverletzung nicht mehr verfügbar, übernimmt aber das Traineramt. Die Saison ist von Hochs und Tiefs geprägt. Knapp den Playouts entkommen, denn man beendet auf dem 8. Rang. Einzig nennenswert: Das Herren 1 kann auch Kantersiege einfahren – ein 29:8 im Cup.

10. Saison 2023 / 2024

Coach Seibold bringt guten Wind in die Mannschaft. Man gewann wichtige Spiele und hätte sich fast wieder für die Playoffs qualifiziert. Schlussresultat: 5. Rang

Die schönste Erinnerung war der erste Sieg gegen den UHCevi Gossau (12:5!) im heimischen Wisacher.

11. Saison 2024 / 2025

In der Meisterschaft Flop, im Cup dafür wieder Top! Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte dringt man in den Cup Halbfinal vor. Dort unterliegt man den Ex-NLA Profis von Tigers Langnau mit 15:21.

Zum Dritten Mal muss man dafür in die Playouts. Wieder sichert man sich den Ligaerhalt. In der Verlängerung von Spiel zwei macht Philipp Lätsch alles klar.

12. Saison 2025 / 2026

Jedes Team kämpft mit denselben Sorgen: Verletzungen, Abwesenheiten oder Formschwäche. Diese Saison hatte das Herren 1 mit allem zu kämpfen. Nach 12 Saison steigt die erste Mannschaft in die 2. Liga ab.

Schön wars!

Personen wie von Allmen, Schlegel, Dreher, Schibli, Volkart, Meier, Grill, Spillmann und Kübler, die die Mannschaft über Jahre geprägt haben, waren einmal. (Honorable mention: Shaboo)

Jetzt wird ein neues Kapitel geschrieben.

Bye bye, 1. Liga. *Tränenabwisch

 

Kleines Resümee von Coach Seibold:

Wo fängt man bei einem so grandiosen Bericht und einer solch bitteren Niederlage nur an?! Beim Ende unserer genialen Trainerlegende und beim Start eines neuen Duos.

Nach meiner zweiten Knieverletzung und deren Operationen wurde mir nahegelegt, den Stock frühzeitig an den Nagel zu hängen. Zugleich legte Feibi das Traineramt der 1. Mannschaft nieder, und so rutschten wir als neue Coaches in die Rolle, das Vermächtnis von Allmens weiterzuführen. Mit „wir“ meine ich Marco Schlegel und mich.Schlegel, bekannt für seine hochemotionalen Matchansprachen, sein endloses Repertoire an Sprüchen, Witzen und Geschichten aus dem Paulanergarten: „Wenn’s schiffed, isch’s au da nöd schön!“Schnell merkten wir, dass objektive Entscheidungen nicht immer einfach waren. Lange waren wir Teamkameraden, und daraus entwickelten sich viele sehr gute Freundschaften. So fehlte uns hin und wieder die nötige Distanz, um die richtigen Entscheidungen im Training, aber vor allem in den Spielen zu treffen. Auch für die Mannschaft war es nicht einfach, sich auf einmal zwei ehemaligen Teamkameraden unterzuordnen.Und trotz allem konnten wir einige geile Erfolge feiern: seien es die knapp verpassten Playoffs mit einem hervorragenden 5. Schlussrang, Highlight-Spiele wie das gegen Gossau oder der zweite Cup-Halbfinaleinzug der Vereinsgeschichte. Chapeau, Boys! Aber es gab auch viele Niederlagen – und die bitterste zum Schluss: der Gang in die zweite Liga. Sorry, Boys!

Gehen wir nochmals ein paar Schritte zurück: Nach der letzten Saison, die man in der Verlängerung in Unterzahl im Spiel 2 der Playout-Serie gegen Semsales für sich entschied (was für ein geiler Match!), wusste das Trainergespann, das seine letzte Saison an der Bande in Angriff nahm, dass es eine schwierige letzte Saison wird … und man behielt leider recht.Die erste Mannschaft verzeichnete viele Absenzen und einen ersten kleinen Umbruch. Das beste Kleinfeld-Goalie-Duo Kübler/Mathis wurde durch ein blutjunges Reusser/Dürig (Jahrgang 06/08) ersetzt, und mit Martin Joc und Maurus Hänni, beide Jahrgang 08, wurde die Mannschaft stark verjüngt.

Riesengrosses Dankeschön an die drei Teenies: 2× A-Junioren, 2× Herrentraining und dann selber noch an der Bande stehen … Ich ziehe meinen Hut vor euch!

Neben den vielen Absenzen kamen leider auch die schon fast „gesetzlichen“ Verletzungen dazu. So wurde nicht einmal das zurückgetretene Trainerduo Schlegel/Seibold verschont und musste selbst noch an zwei Runden in die Hosen.So kam in dieser Saison noch einmal mehr zusammen als in der vorherigen – und dieses Mal war es zu viel. Man konnte den Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen. Die logische Konsequenz: der Abstieg aus der 1. Liga.

Dennoch blicken wir positiv in die Zukunft! Vielleicht braucht es diesen Neuanfang – einen Schritt zurück, um zwei nach vorne zu gehen. Die riesige Juniorenabteilung des Vereins wird sich auszahlen, und die nächsten Jungs klopfen schon an die Tür der ersten Mannschaft.

Ein weiterer Umbruch steht bevor: Viele Gesichter verlassen das Team, und man darf gespannt sein, mit welchem neuen Gesicht die erste Mannschaft in die neue Saison startet. Stay tuned. Ein neuer Teamspirit und Geist müssen entwickelt werden, und das Siegen muss wieder gelernt und erarbeitet werden.

Boys, es isch eus ä Ehr gsi!

 

 

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